Die Hauptziele des CLILiG-Projekts
- Bestandsaufnahme des deutschsprachigen Fachunterrichts (CLILiG) in 11 europäischen Ländern
- Analysen zur praktischen Unterrichtsorganisation und den bildungspolitischen Rahmenbedingungen des CLILiG
- Untersuchungen zu den Einführungsmöglichkeiten des deutschsprachigen Fachunterrichts in neuen Ländern und Regionen
- Ausarbeitung von innovativen Fördermöglichkeiten des deutschsprachigen Fachunterrichts durch gemeinsame Entwicklung von Lehreraus- und -fortbildungsstrukturen
- Unterstützung und Weiterentwicklung des deutschsprachigen Fachunterrichts in multilingualen Klassen in den deutschsprachigen Ländern durch Kooperationen in internationaler CLIL-Forschung
- Curriculumentwicklung und Qualitätssicherung des deutschsprachigen Fachunterrichts u.a. durch Vernetzung von Unterrichtspraxen und FachexpertInnen mittels Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)
- Organisation einer wissenschaftlichen Begleitforschung zur nachhaltigen Entwicklung des integrierten Sprach- und Fachlernens (besonders mit der Zielsprache Deutsch)
CLILiG-Erhebungsstudie: Hintergründe
Die ersten Planungsschritte des Projekts wurden angestoßen durch die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie (Kim Haataja, 2004) über das integrierte Sprach- und Fachlernen (CLIL) in Finnland: In einer Untersuchung zum schulischen Erwerb des gesprochenen Deutsch im Deutschunterricht und verschiedenen Varianten des integrierten Sprach- und Fachlernens auf Deutsch (CLILiG) hat sich gezeigt, dass die Vorzüge des CLIL-Ansatzes, die bislang bereits mehrfach für die Zielsprache Englisch belegt worden waren, auch für den deutschsprachigen Fachunterricht in Finnland zutreffen. (Siehe Artikel aus AKTUELLES, Dr. Kim Haataja 2005)Das integrierte Lernen von Sprache und Fach scheint in verschiedenen Ziel- und Ausgangssprachen, sowie in unterschiedlichen Lernumgebungen erfolgreich zu sein. Die besonderen Leistungen des CLIL kommen zum Vorschein in solchen Situationen, in denen kommunikative Fertigkeiten in einer Fremdsprache gefragt sind. Ob im Alltag, im Studium, in der Berufsausbildung oder später im Beruf, unterstützt der CLIL-Ansatz somit gerade die Zielsetzungen des schulischen Fremdsprachenerwerbs, die in der europäischen Sprachen-politik artikuliert sind und u.a. im Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen propagiert werden.
Die Kontinuität eines erfolgreich umgesetzten CLIL-Ansatzes erfordert jedoch eine zeitgemäße Weiterentwicklung. Hierbei verdienen die besonderen Gegebenheiten, Traditionen und kulturellen Entwicklungen in den unterschiedlichen Ländern besondere Aufmerksamkeit.
Seit Oktober 2005 arbeiten FachexpertInnen in elf Partnerländern im Rahmen des CLILiG-Projekts zusammen.
Curriculum Linguae 2007
Unter dem Motto „Curriculum Linguae 2007 – Sprachenvielfalt durch Integration,Innovation und Austausch“ kamen im September 2007 ca. 130 ExpertInnen der schulischen Fremdsprachenvermittlung und deren Erforschung aus aller Welt im finnischen Tampere zusammen. Anlass war die Abschlusskonferenz der erstmaligen internationalen Erhebungsstudie zum integrierten Sprach- und Fachlernen auf Deutsch (CLILiG). In insgesamt ca. 50 Beiträgen wurden während der Konferenz verschiedene Dimensionen der schulisch-institutionellen Mehrsprachigkeitserziehung thematisiert.
- Abstractheft (pdf)
- Konferenzprogramm 20.-22.9.2007 (pdf)
- Konferenzpublikation Curriculum Linguae 2007: Inhaltsverzeichnis (pdf)
CLILiG-Folgemaßnahmen ab 2008
CLIL-LOTE-START
Content and Language Integrated Learning through Languages Other Than English – Getting started 2008-2011→ CLIL-LOTE-START abstract (pdf)
CLILiG – SCAN
Integriertes Sprach- und Fachlernen auf Deutsch in Skandinavien 2008-2012→ CLILiG-SCAN Zusammenfassung (pdf)
CCLL
Common Constitution and Language Learning→ Projektwebseite (Englisch / Deutsch)
→ Flyer (pdf)
Zeitplan
1.10.2005: Projektbeginn
- Erarbeitung einer ersten Situationsbeschreibung zum gegenwärtigen Stand des CLILiG in den Partnerländern
- Erstellung von Instrumenten für nähere Befragungen und Analysen zum CLILiG in den Partnerländern
1. Halbjahr 2006:
- Januar 2006: 1. Projekttagung in Sofia, Bulgarien (Bilder, Sofia)
- Erarbeitung eines detaillierten Erhebungsinstruments zur Bestandsaufnahme CLILiG in den Partnerländern
- Erhebung, Analyse und Evaluation des Datenmaterials
- Erstellung von CLILiG-Profilen in den Partnerländern
2. Halbjahr 2006:
- Juli 2006: 2. Projekttagung in Wien, Österreich (Bilder, Wien)
- Dokumentation und Veröffentlichung der gewonnenen Daten und Informationen auf nationaler und internationaler Ebene
- Vorbereitung einer Fachkonferenz (2007) zur Qualitätssicherung des deutschsprachigen Fachunterrichts
1. Halbjahr 2007:
- März 2006: 3. Projekttagung in Budapest, Ungarn (Bilder, Budapest)
- Erarbeitung von Möglichkeiten zur Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Curriculum-entwicklung und Qualitätssicherung des CLILiG
- Entwicklung einer DVD zur Präsentation der Projektaktivitäten und deren Ergebnisse durch eine projektinterne Arbeitsgruppe
2. Halbjahr 2007:
- Vorbereitung von Folgemaßnahmen mit Partner-institutionen in Europa
- September 2007: Organisation und Durchführung einer internationalen Abschlusskonferenz Curriculum Linguae 2007 in Tampere, Finnland
- Herausgabe einer Abschlusspublikation und einer Informations-DVD zum deutschsprachigen CLIL
